Kulturstaatsminister Weimer kündigt weitere Mittel für Erhalt und Modernisierung zweier KZ-Gedenkstätten in Bayern an.
Der Bund will in den kommenden zwei Jahren 21,8 Millionen Euro für Modernisierungsprojekte der KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg geben. Das teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) anlässlich seines Besuch in der Gedenkstätte Dachau am Mittwoch mit.
Die Gedenkstätte sei ein Ort, an dem sich das Zivilisationsversagen in seiner "grausamsten Form manifestierte", so Weimer. Deutschland trage die dauerhafte Verantwortung, die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken. Gedenkstätten wie Dachau und Flossenbürg seien unverzichtbare Orte des Lernens, der Trauer und der Mahnung.
In Dachau könne mit dem Projekt "Lernen am Ort - Lernen vom Ort" die Neugestaltung der rekonstruierten Häftlingsbaracken zu einem Lern- und Ausstellungszentrum beginnen. Die Gesamtkosten betragen 38,8 Millionen Euro, der Bund will 17,5 Millionen Euro übernehmen. Parallel soll in Flossenbürg das ehemalige Verwaltungs- und Gefolgschaftsgebäude des SS-Unternehmens "Deutsche Erd- und Steinwerke" erschlossen und für die Gedenkstätte umgenutzt werden. Für das Projekt mit Gesamtkosten von 8,9 Millionen Euro stellt der Bund 4,3 Millionen Euro bereit.