15 Jahre Beratung gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit

Arbeits- und Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hält das Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit für weiterhin unverzichtbar. Die Bilanz der 2010 eröffneten Beratungsstelle zeige deutlich, wie wichtig diese Unterstützung für migrantische Beschäftigte in Berlin sei, erklärte Kiziltepe am Donnerstag anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Einrichtung. Migrantische Beschäftigte würden oft ausgenutzt, ausgebeutet und um ihren Lohn geprellt. Solange es diese Ungerechtigkeit gebe, bleibe das Zentrum unverzichtbar.

Das Beratungszentrum unterstützt den Angaben zufolge Beschäftigte bei Lohndumping, illegaler Beschäftigung und Arbeitsausbeutung. Allein im vergangenen Jahr hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 5.500 Beratungen durchgeführt, bei denen Betroffene wertvolle Hilfe erhielten, hieß es. Das Spektrum reichte von der Durchsetzung ausstehender Löhne über rechtliche Orientierung bis hin zur Begleitung bei Behördengängen. Dabei sei es gelungen, fast 200.000 Euro an nicht gezahlten Löhnen erfolgreich einzufordern.

Hervorgegangen ist das Beratungszentrum vor 15 Jahren aus einem Projekt des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Nach Worten der DGB-Vorsitzenden für Berlin-Brandenburg, Katja Karger, gehören migrantische Beschäftigte zu den verletzlichsten Beschäftigtengruppen. Oft würden sie ihre Rechte nicht kennen, stünden vor Sprachbarrieren und arbeiteten unter äußerst prekären Bedingungen, betonte sie. Beratungs- und Unterstützungsangebote des Zentrums seien deshalb von großer Bedeutung.

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