Die zweitgrößte Glocke Deutschlands, die „Credamus“ für das neue Magdeburger Domgeläut, ist erfolgreich bei einer Glockengießerei in Innsbruck aus dem Glockenmantel ausgepackt worden. Nach dem Guss Ende November stehe nun die Aushebung der Glocke aus der Grupe an und sie von ihrer Hülle zu befreien, teilte der Verein Domglocken Magdeburg am Samstag mit. Im Frühjahr soll die 14 Tonnen schwere Glocke in den Magdeburger Dom gebracht werden.
Die Glocke müsse sich dann auch noch einem Klangtest unterziehen, hieß es. Zudem müssten noch Baumaßnahmen an den Glockenstühlen durchgeführt werden, um den Dom zu ertüchtigen.
Auf der Rückseite der Glocke seien die verlorenen Kirchen Magdeburgs durch den Künstler Gert Weber angebracht worden. Zuvor seien bereits sieben kleiner Glocken gegossen worden. Allein der Guss der „Credamus“ habe 400.000 Euro gekostet.
Seit einem Glockenabsturz in der Mitte des 16. Jahrhunderts und weiteren Glockenverlusten sei das Magdeburger Domgeläut stark dezimiert gewesen.