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ZDF-Intendant Himmler für Social-Media-Altersgrenze

Norbert Himmler glaubt nicht mehr, dass Social Media ohne Regulierung auskommt. Der ZDF-Intendant fordert politische Leitplanken zum Schutz junger Menschen.

ZDF-Intendant Norbert Himmler fordert klare Grenzen für Social Media
ZDF-Intendant Norbert Himmler fordert klare Grenzen für Social MediaImago / dts Nachrichtenagentur

ZDF-Intendant Norbert Himmler plädiert für eine strikte Altersgrenze zur Social-Media-Nutzung. Eltern sollten sich nicht vormachen, über den Konsum ihrer Kinder Bescheid zu wissen, sagte Himmler bei einer Veranstaltung des Frankfurter PresseClubs. Er habe den Glauben daran verloren, dass man ohne eine Regulierung auskomme.

Social-Media: Intendant setzt auf klare Leitplanken

Der Intendant sprach sich auf Nachfrage für eine Altersgrenze von 16 Jahren aus. Zudem hält Himmler ein Schulfach Medienkompetenz für überfällig. Der 55-Jährige ist seit 2022 Intendant des ZDF, seine erste fünfjährige Amtsperiode endet im März 2027. Bereits am 13. März stellt sich Himmler im Fernsehrat zur Wiederwahl. Bis zum 30. Januar können weitere Bewerbungen für die Leitung der Sendeanstalt eingereicht werden.

ZDF-Intendant Himmler verteidigt Reformdebatte im Rundfunk

Zur anhaltenden Debatte über Reformen im öffentlichen Rundfunk sagte Himmler, es sei legitim, die Ausgaben der Sender zu hinterfragen. „Auf die Debatte lasse ich mich ein“, betonte er. Der ZDF-Intendant kritisierte es aber als populistisch, dass einige Bundesländer im vergangenen Jahr die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfohlene Beitragserhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro blockiert haben. Damit habe die Rundfunkpolitik das von ihr selbst erfundene Verfahren unterlaufen.

Das habe in der Folge zur Klage der Sender beim Bundesverfassungsgericht geführt. Himmler wollte sich nicht festlegen, für wann er mit einer Entscheidung in Karlsruhe rechnet.