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Würzburg erinnert mit musikalischer Lesung an Holocaustopfer

Auch in diesem Jahr begeht die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Würzburg und Unterfranken den internationalen Holocaust-Gedenktag (27. Januar) mit einer Gedenkveranstaltung. Wie die GCJZ am Freitag mitteilte, findet am 25. Januar um 17 Uhr eine musikalische Lesung im David-Schuster-Saal des jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums „Shalom Europa“ statt.

Unter dem Titel „Denn Schmetterlinge leben hier nicht im Ghetto – Kinder in Theresienstadt: Gedichte, Zeichnungen, Lieder und Musik“ bringe das Altdorfer Ensemble „Noema“ künstlerische und literarische Zeugnisse auf die Bühne, die aus dem tschechischen Theresienstadt erhalten sind. Sie zeugten „eindrucksvoll von Leid und Schmerz und dem Wunsch nach Solidarität, Hoffnung und Zuversicht“, hieß es. Conny Lang und Bernd Fischer lesen bewegende Gedichte und Texte. Laut dem „Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945“ wurden insgesamt etwa 11.000 Kinder nach Theresienstadt deportiert.

Aus Würzburg und Unterfranken wurden in das Konzentrationslager Theresienstadt der Mitteilung zufolge viele alte Menschen, darunter viele Frauen, deportiert. Seit 2022 erinnert in der Gedenkstätte Theresienstadt eine Gedenktafel an die mehr als 750 Deportationsopfer aus Unterfranken.

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Dieser Tag wird heute als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen. (0138/16.01.2026)