Die evangelische Kirchengemeinde Bingerbrück teilt sich ab sofort auf die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf. Der Bezirk Bingerbrück wechselt von der rheinischen Landeskirche in die hessen-nassauische. Der zweite Gemeindebezirk Weiler verbleibt in der rheinischen Kirche und wird mit der Kirchengemeinde Münster-Sarmsheim-Waldalgesheim vereinigt.
„Es soll zusammengehören, was zusammengehört“, sagte Landeskirchenrätin Antje Hieronimus am Montagabend vor der rheinischen Landessynode in Bonn, die dem Wechsel per Kirchengesetz zustimmte. Bingerbrück, am linken Ufer der Nahe gelegen, ist seit 1969 ein Stadtteil des rechts der Nahe gelegenen Bingens. Die Nahe trennt die Landeskirchen und Bistümer. „Noch geht es nicht um die Fusion mit einer anderen Landeskirche, sondern nur um den kleinen Gemeindebezirk Bingerbrück im Kirchenkreis An Nahe und Glan“, fügte die Juristin hinzu.
Damit gehören nun alle evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Bingen am Rhein zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Der bisherige rheinische Bezirk Bingerbrück orientierte sich bereits seit Jahren an der Stadt Bingen. Die Kirchengemeinde Bingerbrück hatte den Beschluss zum Wechsel der Landeskirche im November 2023 gefasst.