Zum Valentinstag am 14. Februar haben Brandenburgs Polizei und die Verbraucherzentrale vor Betrug bei der Partnersuche im Internet gewarnt. Beim sogenannten „Love Scamming“ nutzten Kriminelle die Sehnsucht nach Nähe und Zweisamkeit gezielt aus, erklärten sie am Dienstag in Potsdam. Die Liebesbetrüger und -betrügerinnen täuschten dabei über gefälschte Online-Profile Gefühle vor, um ihre Opfer finanziell zu schädigen. Betroffene könnten sich jedoch davor schützen.
Wichtig sei, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, hieß es. Eine rückwärtsgerichtete Bildersuche im Internet könne helfen, gestohlene Profilbilder oder Fotos aus Bilddatenbanken zu entlarven. Auch immer neue Ausreden für das Verschieben geplanter Treffen seien ein deutliches Warnsignal. Im Zweifelsfall sollten Betroffene auf einem Video-Chat bestehen, um sich zumindest davon zu überzeugen, dass die Person existiert. Dies sei jedoch noch kein Beweis für Seriosität.
Wenn die „neue Liebe“ Geld, Geschenke oder sensible persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Kontodaten verlange, sollten Angesprochene äußerst kritisch sein und den Kontakt abbrechen, hieß es weiter. Betroffene sollten sich zudem anderen anvertrauen und über mögliche Warnsignale sprechen.
Angebliche Schecks sollten frisch Verliebte niemals einlösen und auch keine Briefe oder Päckchen weiterleiten, hieß es weiter. Verdächtige Kontakte sollten konsequent gemeldet und blockiert werden. Bei tatsächlichen Betrugsversuchen sollten alle Hinweise, darunter Chatverläufe und Belege, gesichert sowie die Hausbank und die Polizei informiert werden.