Thüringens Wälder haben sich nach Jahren extremer Belastungen durch Dürre, Hitze und Schädlingsbefall leicht erholt. Der Waldzustandsbericht 2025 zeige erstmals seit 2018 eine Stabilisierung der Vitalität, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Vor allem die günstigen Witterungsbedingungen von 2024 sowie umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in den Wäldern hätten zu der positiven Entwicklung beigetragen.
Die Schäden sind gegenüber den Vorjahren deutlich zurückgegangen. So fiel bis Ende September 2025 mit 438.000 Festmetern erheblich weniger Fichtenschadholz an als 2024 mit mehr als drei Millionen Festmetern. Die durchschnittliche Kronenverlichtung sei von 30 auf 27 Prozent gesunken. Der Anteil gesunder Waldflächen sei von 19 auf 22 Prozent angestiegen, während Flächen mit deutlichen Vitalitätsverlusten von 48 auf 41 Prozent zurückgingen.
Unterschiedlich stellt sich die Lage bei den einzelnen Baumarten dar. Besonders bei der Fichte hat sich die Situation verbessert: Der Anteil deutlich geschädigter Bestände sank laut Bericht von 41 auf 28 Prozent, der Anteil gesunder Fichten stieg auf 34 Prozent. Allerdings sind seit 2017 rund zwei Drittel der erfassten Fichten abgestorben oder gefällt worden.
Bei der Kiefer blieb der Zustand nahezu unverändert. Knapp die Hälfte der Bestände weist weiterhin deutliche Schäden auf. Auch Buche und Eiche zeigen leichte Erholungstendenzen, bleiben aber stark belastet. Der Anteil deutlich geschädigter Buchen ging auf 45 Prozent zurück, bei der Eiche auf 68 Prozent.