Emma und Noah waren 2025 die beliebtesten Vornamen in Niedersachsen und Bremen, gefolgt von Sophia und Matteo auf dem zweiten sowie Emilia und Theo auf dem dritten Platz. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld hervor. Der Wirtschaftsinformatiker aus Ahrensburg bei Hamburg erstellt seit 2005 jährliche Vornamens-Statistiken.
Für das Jahr 2025 hat er laut Mitteilung rund 260.000 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland ausgewertet. Das entspricht 40 Prozent aller in Deutschland geborenen Kinder. Bundesweit waren Sophia und Noah die beliebtesten Vornamen, gefolgt von Emma und Matteo. Platz drei belegten Emilia und Elias. Sophia verdrängte Emilia von ihrem Spitzenplatz, Noah konnte seinen ersten Platz zum fünften Mal in Folge verteidigen.
Die Statistik gibt auch Aufschluss darüber, welche Vornamen in einem Bundesland signifikant häufiger vorkommen als anderswo. In Bremen sind demzufolge Aisha, Meryem, Keno und Tammo besonders beliebt. Regionaltypische Vornamen in Niedersachsen sind Ebba, Fenna, Joost und Onno.
Deutschlandweit sei auffällig, dass der Jungenname Leo in diesem Jahr deutlich häufiger vergeben wurde. „Erstmals gehört er zu den Top 10. Ob trotz oder wegen des neuen Papstes? Das ist ungewiss“, sagte Bielefeld. Die Hitliste der zehn beliebtesten Mädchennamen zeige sich im Vergleich zum Vorjahr „wie gewohnt stabil“.
In einem bundesweiten Aufwärtstrend sind den Angaben zufolge die Jungennamen Adam, Anton, Carlo, Emilio, Kian, Leano, Leo, Maleo, Musa und Theodor sowie die Mädchennamen Alia, Amalia, Aurelia, Ayla, Eliana, Helena, Livia, Luna, Nora und Romy. Auch der Name Ophelia ist nicht erst seit der in diesem Jahr erschienen Single „The Fate of Ophelia“ der US-amerikanischen Sängerin Taylor Swift im Kommen. Schon 2024 gehörte der altgriechische Name bei den Mädchen zu den Top 250.
Auf seiner Webseite www.beliebte-vornamen.de und auf seinem Instagram-Kanal veröffentlicht Bielefeld wöchentliche Hitlisten, erklärt die Herkunft von Vornamen, weist auf Trends hin und ist auch immer auf der Suche nach exotischen Namen. Goda, Orion, Ranja, Ringo, Benja und Undine heißen nach seiner Beobachtung aktuell eher wenige Säuglinge in Deutschland.
Neben Bielefeld veröffentlicht auch die Gesellschaft für deutsche Sprache eine Vornamensliste. Diese erscheint meist im Mai. Sie basiert nach Angaben der Gesellschaft auf rund 90 Prozent aller im Vorjahr vergebenen Namen. Bielefelds Ranking basiert nach eigenen Angaben auf Quellen aus 375 Städten. 86 Prozent der Daten stammen von Standesämtern und 14 Prozent von Geburtskliniken.