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Verbraucherschützer warnen vor Kostenfalle Online-Dating

Online-Dating boomt. Nicht nur zum Valentinstag. Verbraucherschützer kritisieren die Anbieter aber für versteckte Kosten und illegale Abos. Die Empfehlung: Im Zweifel juristischen Rat suchen.

Zum Valentinstag am 14. Februar warnen Verbraucherschützer vor hohen Kosten bei Online-Partnerbörsen. Viele Dating-Portale lockten mit günstigen Probemitgliedschaften, die dann aber schnell und automatisch in teure Abos übergehen, erklärte das Europäische Verbraucherzentrum am Dienstag in Kehl. Für Verträge nach deutschem Recht seien Verlängerungen aber nur dann zulässig, wenn sie jederzeit zum nächsten Monat gekündigt werden können. Europaweit sei eine automatische Verlängerung nur erlaubt, wenn zuvor ausführlich informiert wurde.

“Wenn Sie nicht transparent informiert wurden, bleiben Sie bei Ihrer Kündigung hartnäckig und nehmen Sie juristische Beratung in Anspruch”, so die Empfehlung der Verbraucherschützer.

Laut dem Verbraucherzentrum setzen viele Portale inzwischen auch zunehmend auf fiktive Profile, hinter denen keine echten Personen stehen. So sollten, gesteuert von den Portalen selbst, neue Kunden schnell an die Plattform gebunden werden. Hinweise auf solche vom Anbieter eingesetzte Profile fänden sich oft nur versteckt im Kleingedruckten der Geschäftsbedingungen, kritisiert das Europäische Verbraucherschutzzentrum. Gleiches gelte für versteckte hohe Kosten für sogenannte Starterpakete.