Der Heilige Stuhl pflegt diplomatische Beziehungen zu 184 Staaten sowie zur EU und zum Malteserorden. Drei Länder eröffneten 2025 neue Vertretungen in Rom. Die Zahlen aus dem Vatikan zeigen die weltweite Vernetzung.
Der Heilige Stuhl unterhält zu 184 Staaten volle diplomatische Beziehungen. Hinzu kommen die Europäische Union und der Souveräne Malteserorden. Die jährlichen Zahlen zum aktuellen Stand der diplomatischen Beziehungen veröffentlichte der Vatikan am Freitag.
Demnach gibt es inzwischen auch 93 in Rom ansässige diplomatische Vertretungen beim Heiligen Stuhl. 2025 richteten drei weitere Staaten eine eigene Residenz in Rom ein: Kasachstan, Burundi und Belarus, das frühere Weißrussland.
Am Freitagmorgen hatte Papst Leo XIV. die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten zum traditionellen Neujahrsempfang begrüßt. Er dankte den jeweiligen Regierungen für ihre Entscheidung, diplomatische Vertretungen beim Heiligen Stuhl in Rom zu eröffnen, und ließ den Staaten beste Wünsche übermitteln.
In seiner folgenden Ansprache ordnete er die aktuelle Weltlage aus Sicht des Vatikans ein. Dabei kritisierte er Kriege und Abschiebungen von Migranten ebenso wie eine zunehmende Einschränkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit auch in der westlichen Welt.
Der Heilige Stuhl ist das weltweit als Völkerrechtssubjekt anerkannte Leitungsorgan der katholischen Weltkirche. Der 44 Hektar große Staat der Vatikanstadt dient ihm als territoriale Basis. In dem von Papst Franziskus 2023 überarbeiteten Grundgesetz heißt es: “Der Staat Vatikanstadt gewährleistet die absolute und sichtbare Unabhängigkeit des Heiligen Stuhls bei der Erfüllung seiner hohen Sendung in der Welt und garantiert seine unbestreitbare Souveränität auch auf internationaler Ebene.”