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Unicef will allen Kindern im Gaza-Streifen Schulbesuch ermöglichen

Im weitgehend zerstörten Gaza-Streifen will das Hilfswerk Unicef allen Kindern wieder einen Schulbesuch ermöglichen. Im Laufe des Jahres 2026 sollen 336.000 Mädchen und Jungen an einem Präsenzunterricht teilnehmen, erklärte Unicef-Sprecher James Elder am Dienstag in Genf.

Ziel einer großangelegten Unicef-Kampagne sei es, dass im Jahr 2027 alle schulpflichtigen Kinder von Lehrpersonal unterrichtet werden sollen. Der Krieg zwischen der Terrorgruppe Hamas und Israel habe verheerende Auswirkungen auf das Bildungssystem und die Schülerinnen und Schüler gehabt.

Seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 hätten mehr als 700.000 Kinder nicht an einem regulären Schulunterricht teilgenommen. Mehr als 335.000 Kinder unter fünf Jahren drohten Entwicklungsstörungen, weil sie nicht ausreichend betreut worden seien. Mehr als 90 Prozent der Schulen seien beschädigt oder zerstört worden.

Die Hamas hatte im Oktober 2023 Israel überfallen und damit den Nahostkrieg ausgelöst. Israel reagierte mit einer massiven Militäroffensive gegen den Gaza-Streifen, den die Hamas seinerzeit komplett beherrschte. Dabei wurden auch viele Bildungseinrichtungen zertrümmert. Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe, die jedoch sehr brüchig ist.