Paare in Thüringen erhalten auch im Jahr 2026 finanzielle Unterstützung für Kinderwunschbehandlungen. Anträge können bei der Thüringer Stiftung „HandinHand“ gestellt werden, teilte das Familienministerium am Freitag in Erfurt mit. Gefördert werden Ehepaare, eheähnliche Lebensgemeinschaften sowie gleichgeschlechtliche weibliche Paare.
Familienministerin Katharina Schenk (SPD) betonte, Kinder stünden für die Zukunft und bereicherten das Leben. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch auf diesem Weg finanziell zu entlasten, sei daher eine Form der gesellschaftlichen Anerkennung.
Thüringen fördert seit 2013 gemeinsam mit dem Bund Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Nach einer Reduzierung der Bundesmittel seit 2023 wird die Kofinanzierung im Bundeshaushalt in diesem Jahr wieder ausgeweitet. Dadurch wird die bisherige Finanzierungsunsicherheit beendet. Unterstützt wird den Angaben zufolge der jeweils erste bis vierte Versuch bestimmter Behandlungen.
Der Geschäftsführer der Stiftung, Michael Hoffmeier, sagte, es sei das Ziel des Programms, den betroffenen Paaren einen Teil ihrer finanziellen Last abzunehmen. Die Stiftung wolle dabei unbürokratisch helfen. Der Bedarf nach Kinderwunschbehandlungen sei anhaltend hoch.
Allein im vergangenen Jahr gingen laut Hoffmeier 560 Förderanträge bei der Stiftung ein. Davon wurden 505 bewilligt und insgesamt 470 Anträge mit 265.787 Euro gefördert. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen lediglich für verheiratete Paare die Hälfte der Behandlungskosten für die ersten drei Versuche