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Stromausfall: Immanuel Krankenhaus hilft Diakonie-Hospiz

Wegen des großflächigen Stromausfalls im Berliner Südwesten hat das Immanuel Krankenhaus im Stadtteil Wannsee 13 Menschen des dortigen Diakonie-Hospizes aufgenommen. Kurzfristig sei eine komplette Station für die Hospizgäste bereitgestellt worden, teilte die Immanuel Albertinen Diakonie in Berlin mit. Die Maßnahme wurde nach Angaben von Hospiz-Geschäftsführer Walther Seiler auch durch Kräfte der Berliner Feuerwehr unterstützt.

Das Diakonie Hospiz Wannsee, das regulär in dem Stadtteil beheimatet ist, befindet sich demnach aufgrund einer Sanierung in einer Übergangslösung in der Fürstenstraße in Berlin-Zehlendorf. Diese verfüge jedoch über keine funktionierende Notstromversorgung. Sobald das Übergangshaus „Domicil“ wieder planmäßig betrieben werden kann, sollen die Hospizgäste an ihren bisherigen Standort zurückkehren können.

Das Immanuel Krankenhaus befindet sich den Angaben zufolge durch eine provisorische Anbindung an das Stromnetz wieder weitestgehend im regulären Betrieb. Behandlungen, stationäre Aufnahmen und geplante operative Eingriffe seien somit möglich.

Im Berliner Südwesten gibt es seit Samstagmorgen einen großflächigen Stromausfall, ausgelöst durch einen Brandanschlag. Dazu hat sich die linksextreme „Vulkangruppe“ bekannt, die Sicherheitsbehörden stufen das Bekennerschreiben als authentisch ein. Rund 14.000 Haushalte konnten mittlerweile wieder an das Netz angeschlossen werden, 31.000 Haushalte in weiten Teilen von Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde bleiben voraussichtlich noch bis Donnerstag ohne Strom.