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Weltkonferenz: Sternsinger fordern Abschaffung von Kinderarbeit

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ fordert auf der Weltkonferenz in Marokko verbindliche Gesetze gegen Kinderarbeit – freiwillige Maßnahmen reichten nicht aus.

Das Kindermissionswerk will auf internationaler Bühne zeigen, wie Bildung und soziale Sicherheit Kinderarbeit eindämmen können (Archivbild)
Das Kindermissionswerk will auf internationaler Bühne zeigen, wie Bildung und soziale Sicherheit Kinderarbeit eindämmen können (Archivbild)Imago / Xinhua

Das in Aachen ansässige katholische Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ will sich auf der startenden Weltkonferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit für gesetzliche Verpflichtungen einsetzen. Auf der Tagung der ILO, der internationalen Arbeitsorganisation, die in Marokko stattfindet, müsse es um „entschlossene politische Maßnahmen im Kampf gegen Kinderarbeit“ gehen, erklärten die Sternsinger. Freiwillige Selbstverpflichtungen reichten nicht aus. Notwendig seien verbindliche Regeln, starke Bildungssysteme und funktionierende Sicherungssysteme für Familien.

Hilfswerk: Bildung und soziale Sicherheit gegen Kinderarbeit

„Wir werden als Hilfswerk die Stimme von Kindern in die internationalen Debatten einbringen und zeigen, dass Kinderarbeit zurückgedrängt werden kann, wenn der politische Wille dazu da ist“, sagt Vincent Bergauer, Referent für politische Interessenvertretung im Kindermissionswerk. Jedes Kind müsse die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, Familien müssten existenzsichernd unterstützt werden. Denn Armut, fehlende Bildung und mangelnde soziale Sicherung zählten zu den Hauptursachen von Kinderarbeit.

Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl arbeitender Kinder zwar fast halbiert, doch das Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde nicht erreicht, mahnte das Hilfswerk. Noch immer müssten 138 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.