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Sternsinger besuchen Regierungssitze im Norden

Kinder, verkleidet als „Heilige Drei Könige“, besuchen in diesen Tagen wieder viele Menschen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Auch in den Regierungssitzen und Landesparlamenten werden sie den Segen „20+C+M+B+26“ bringen und Spenden für Kinderprojekte in ärmeren Ländern sammeln, wie das Erzbistum Hamburg am Dienstag mitteilte. Eine Gruppe aus Hamburg-Bergedorf werde zudem am Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt teilnehmen. Kinder aus Nordfriesland sind Sternsinger im Europaparlament und bei der EU-Kommission in Brüssel.

In Kiel bringen am 5. Januar 2026 rund 100 Sternsinger der Staatskanzlei und dem Landeshaus den Segen. Landtagspräsidentin Kristina Herbst (CDU) und Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) werden sie in Empfang nehmen. Im Anschluss an die Segnung sei eine Fragestunde mit der Parlamentspräsidentin und dem Ministerpräsidenten geplant. Laut Erzbistum sind im Jahr 2025 rund 198.000 Euro beim Sternsingen in Schleswig-Holstein gesammelt worden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) werde am 6. Januar 2026 in der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern eine Gruppe Sternsinger aus Matgendorf/Teterow empfangen. Das Sammelergebnis im Jahr 2025 lag in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 135.000 Euro.

Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit werden ebenfalls am 6. Januar 2026 Sternsinger im Hamburger Rathaus empfangen. Rund 69.000 Euro seien im Jahr 2025 in Hamburg gesammelt worden.

Und auch unter den 108 Sternsingern aus allen 27 deutschen Bistümern, die am 6. Januar 2026 im Bundeskanzleramt empfangen werden, sind vier Mädchen aus der Katholischen Schule St. Elisabeth in Hamburg-Bergedorf.

Erstmals werden am 14. Januar 2026 Sternsingerinnen uns Sternsinger aus Deutschland, Ungarn, Rumänien, Italien, Österreich und Belgien im Europaparlament und bei der EU-Kommission empfangen. Die Vertretung der deutschen Sternsinger übernehmen Mädchen und Jungen aus der Pfarrei St. Knud in Husum.

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Sternsinger wollen mit ihrer Aktion deutlich machen, wie wichtig die Kinderrechte für Mädchen und Jungen in aller Welt sind.

Seit dem Start der Aktion 1959 sind beim Dreikönigssingen insgesamt rund 1,36 Milliarden Euro zusammengekommen, mit denen Projekte für benachteiligte und notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden.