Der Weg für die Übernahme der defizitären Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik durch das kommunale Klinikum Nürnberg ist frei. Wie die Stadt Nürnberg mitteilte, stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwochabend einmütig zu, dass die Klinik des evangelischen Sozialkonzerns Diakoneo ein kommunales Krankenhaus wird. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten die Verhandlungspartner einen Fahrplan für die Übernahme ausgearbeitet. Über die Konditionen wurde Stillschweigen vereinbart.
Grundlage für die Entscheidung des Stadtrats sei ein positives Sanierungsgutachten unabhängiger Wirtschaftsprüfer für das Gesamtunternehmen Diakoneo, das dieses in Auftrag gegeben hatte. Dieses liege nun vor und bestätige der Mitteilung zufolge die Sanierungsfähigkeit des Gesamtunternehmens. Bereits seit dem 1. Januar werden Betrieb und Leitung der zwei Diakoneo-Krankenhäuser vom Klinikum Nürnberg unterstützt. Ab 1. Januar 2027 sollen sie dann vollständig ins Klinikum Nürnberg integriert sein.
Die beiden Häuser der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik sind nach Einschätzung der Kommunalpolitik und von Gesundheitsexperten für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Metropolregion Nürnberg unverzichtbar. Mit 3.000 Geburten pro Jahr gehöre die Diakoneo-Einrichtung schon jetzt zu einer der größten Geburtskliniken in Bayern. Nach der Fusion mit dem Klinikum Nürnberg werde es eine der größten Geburtskliniken und einer der größten Versorger in der Kinder- und Jugendmedizin sowie in der Kinder- und Jugendchirurgie bundesweit sein, hieß es.
Anfang 2025 hatte Diakoneo bekannt gegeben, sich wegen der anhaltenden Millionen-Defizite komplett von seiner Gesundheitssparte zu trennen und sich im Rahmen einer Neuausrichtung vor allem auf die Bereiche Bildung und Dienste für Menschen zu konzentrieren. (0283/29.01.2026)