Im Münchner Tierpark Hellabrunn ziehen bald Große Pandas ein. Für die bedrohte Tierart aus China soll eine hochmoderne Anlage errichtet werden, wie die Landeshauptstadt mitteilte. Am Mittwoch wurde der Start des Artenschutzprojekts gemeinsam von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dem chinesischen Botschafter in Deutschland Deng Hongbo, Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD), Tierparkdirektor Rasem Baban und der chinesischen Generalsekretärin der China Wildlife Conservation Association, An Lidan, unterzeichnet.
Für einen Zeitraum von zehn Jahren will Hellabrunn ein Zuchtpaar Riesenpandas aus China aufnehmen. Dabei bleiben die Tiere Eigentum der Volksrepublik China. Ziel des Projekts sei es, eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Bayern und China beim Schutz der Riesenpandas zu erreichen, hieß es.
Geplant sei der Neubau einer rund 5.000 Quadratmeter großen Anlage mit Innen- und Außengehege in der Geozone Asien. Die Anlage soll über Bambusflächen, Wasserzonen, Rückzugsbereiche und eine Wissensvermittlung für die Besucher verfügen. Der Spatenstich ist für dieses Jahr geplant, die Eröffnung für Anfang 2028. Die Baukosten trägt der Freistaat.
„München wird Panda City“, sagte Söder laut Mitteilung. Bayern werde damit der achte Panda-Standort in der Europäischen Union. Mit Berlin und nun auch München gebe es in Deutschland sogar zweimal Pandas. Weltweit gebe es nur 19 Zoos mit insgesamt 51 Pandas außerhalb Chinas. (0194/21.01.2026)