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Sinkende Vorräte: Rotes Kreuz bittet dringend um Blutspenden

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) West ruft die Bevölkerung zur Blutspende in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Die Versorgung mit Blutpräparaten sei aktuell angespannt und drohe sich weiter zu verschärfen, erklärte der Blutspendedienst West mit Sitz in Ratingen am Dienstag. Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr träfen auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken.

In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden, wie der Dienst des DRK erläuterte. Viele der dennoch durchgeführten Termine seien zudem deutlich schwächer besucht worden als üblich. Gleichzeitig führe die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Die Lagerreichweite betrage aktuell nur noch rund 1,5 Tage.

Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden, wie der Blutspendedienst erklärte. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirkten sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus. Der Dienst bezeichnete die Situation als ernst. Krankenhäuser benötigten täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. „Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, unterstrich Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes.

Das DRK appelliert an alle gesunden und spendefähigen Menschen ab 18 Jahren, zeitnah einen Termin zur Blutspende wahrzunehmen. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft könnten entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen. Aktuelle Termine und Informationen finden sich unter www.blutspende.jetzt.