Erfahrung zählt: Neuer Provinzial der Barmherzigen Brüder bringt langjährige Führungserfahrung mit. Wie er die neu zugeschnittene Provinz voranbringen will.
Die Barmherzigen Brüder haben Frater Rudolf Knopp zum neuen Provinzial gewählt. Wie die Ordensprovinz Europa Mitte am Freitag mitteilte, hatte das erste Ordenskapitel der neu gegründeten Ordensprovinz, das von Sonntag bis Freitag in Wien tagte, Rudolf Knopp in geheimer Wahl gewählt.
Die Ordensprovinz Europa Mitte war erst im September 2025 aus den beiden ehemaligen Provinzen Bayern und Österreich hervorgegangen. Knopp erklärte, es sei eine große Verantwortung, “einer neuen Provinz mit Konventen und Einrichtungen in fünf mitteleuropäischen Staaten als Provinzial vorstehen zu dürfen”. Die Brüder in der neuen Provinz würden bald zu einer starken Gemeinschaft zusammenwachsen – dazu lasse sich “auf all den guten Grundlagen unserer beiden ehemaligen Provinzen” weiter aufbauen. “Gemeinsam werden wir die Hospitalität sowie unsere Werte weitertragen und erlebbar machen”, sagte der neue Provinzial.
Der 1958 in Kahl am Main geborene Knopp absolvierte eine Lehre als Betriebsmittel-Mechaniker und leistete Zivildienst in einer Tagesstätte für Menschen mit geistiger Behinderung. 1979 trat er in den Orden der Barmherzigen Brüder ein, in dem er kurz darauf mit unterschiedlichen Führungsaufgaben betraut wurde. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als Provinzkoordinator im Provinzialat in München. Dreimal übernahm er das Amt des Provinzials der damaligen Bayerischen Ordensprovinz, und auch in der Generalkurie in Rom war er lange Zeit tätig – als Generalrat und Generalökonom des Ordens.
Die Barmherzigen Brüder berieten im Provinzkapitel nicht nur über die spirituelle Ausrichtung der Provinz, sondern auch über die Weiterentwicklung der Einrichtungen in Bayern, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn in den kommenden vier Jahren.
Nach Angaben der Barmherzigen Brüder ist die Ordensprovinz Europa Mitte eine von derzeit weltweit 17 Provinzen des Ordens und hat Standorte in Bayern, Österreich, Tschechien, Ungarn sowie der Slowakei. Der Orden betreibt gemeinsam mit fast 25.000 Mitarbeitenden Krankenhäuser sowie zahlreiche weitere Sozial- und Gesundheitseinrichtungen.