Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat sich für einen schnellen und professionellen Ausbau des Bevölkerungsschutzes in Krisensituationen ausgesprochen.”Wir sind beim Bevölkerungsschutz zu schwach aufgestellt, so dass es eines richtigen Kraftakts bedarf”, sagte der neue DRK-Präsident Hermann Gröhe der Zeitschrift Herder Korrespondenz (Februar) in Freiburg. Gröhe forderte Konsequenzen wegen der veränderten sicherheitspolitischen Lage und wegen der jüngsten Extremwetterereignisse wie Überflutungen.
Mehr Katastrophenschutzkurse sollen Bevölkerung stärken
Er sprach sich für mehr Katastrophenschutzkurse aus. Es gelte, die “Widerstandskraft der Bevölkerung” zu stärken, etwa durch eine breite Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten. Menschen müssten lernen, wie sie sich bei Stromausfall oder Extremwetter verhalten müssen, forderte der frühere Bundesgesundheitsminister. “Und es müssen umfassend und auf allen Ebenen Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz ausgebaut und entsprechende Einrichtungen verbessert werden. Hier besteht ein ganz erheblicher Nachholbedarf.”
Gröhe: Ehrenamt als tragende Säule im Katastrophenschutz
Eindringlich sprach sich Gröhe auch für die Förderung von ehrenamtlichem Engagement im Katastrophenschutz aus. 90 Prozent der Einsätze im Bevölkerungsschutz würden derzeit von Ehrenamtlichen getragen. Wichtig sei, so Gröhe, die Freiwilligendienste im sozialen Bereich und im Bevölkerungsschutz zu stärken und auch besser zu bezahlen, “um dadurch unsere Widerstandskraft für den Krisenfall zu stärken”.
