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Rostock: Reinigung der Denksteine

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar lädt der Förderverein des Max-Samuel-Hauses zur Pflege der Denksteine für die ermordeten Rostocker Jüdinnen und Juden am 25. Januar um 14 Uhr am Max-Samuel-Haus ein. Eingeladen seien interessierte Personen, Seminargruppen, Schulklassen und Vereinsgruppen, wie der Verein mitteilte. Bis Ende des Jahres 2025 seien in Rostock 93 Denksteine an den letzten bekannten Wohnorten der Ermordeten verlegt worden.

Recherchen zufolge seien etwa 100 Frauen, Kinder und Männer von der Shoa in Rostock bis 1945 betroffen. Die meisten von ihnen seien nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden. Bis 2015 wurden Natursteinplatten als Denksteine verlegt. Diese waren jedoch sehr witterungsanfällig und wurden besonders in frostreichen Wintern oft in Mitleidenschaft gezogen. Seit 2016 werden daher Messingsteine verlegt. Allerdings bedürften diese Messingoberflächen ebenso einer Pflege, um die Inschriften weiterhin gut lesbar zu halten. Interessierte seien gebeten, Putzutensilien (Topfschwamm, Gemüsebürste, Lappen) mitzubringen, hieß es.