Religionsgemeinschaften werben für friedliches Zusammenleben

Freiheit der Religion habe einen hohen Stellenwert, so das Interreligiöse Forum in seiner Neujahrsbotschaft. Deren Vorsitzende ist die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs.

Hamburg. Die Vertreter der großen Religionsgemeinschaften in Hamburg haben bekräftigt, weiter für ein friedliches Zusammenleben einzutreten. "Wer Hass und Gewalt propagiert, hat keinen Platz in unseren Gemeinden", heißt es in einer Neujahrsbotschaft des Interreligiösen Forums Hamburg. "Wir selbst wollen nicht müde werden, immer wieder zum Frieden aufzurufen, für ihn zu beten und aktiv für ihn einzutreten." Im Interreligiösen Forum sind evangelische und katholische Christen, Juden, Muslime, Aleviten, Buddhisten, Hindus und Bahai vertreten.
Zugleich betont das Interreligiöse Forum den hohen Stellenwert der Religionsfreiheit. "Jeder Mensch hat das Recht darauf, seine Meinung zu äußern, seinen Glauben zu leben, seine Religion zu wechseln oder ganz ohne Glauben zu leben", heißt es in der Neujahrsbotschaft. Eine klare Absage erteilt das Forum jedem Versuch, die Religionsgemeinschaften gegeneinander auszuspielen. "Wer andere Menschen pauschal verunglimpft, wird immer ein Klima der Angst und Gewalt befördern."
Gerade in dieser Zeit sei es besonders wichtig, dass die Religionsgemeinschaften und die Stadtgesellschaft miteinander im Gespräch bleiben, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Interreligiösen Forums. Hamburg habe im interreligiösen Miteinander viel erreicht. Dies drücke sich auch in den Staatsverträgen aus. (epd)