Reformierte Kirche öffnet Kloster für ukrainische Kriegsflüchtlinge

Konfi-Camp und Gesprächskreise sind abgesagt: Ins Kloster Möllenbeck im Weserbergland ziehen Flüchtlinge ein. Für die Reformierte Kirche eine Selbstverständlichkeit.

Blick von Außen auf Kloster mit Kirchturm
Blick von Außen auf Kloster mit Kirchturm

Möllenbeck/Leer. Die Evangelisch-reformierte Kirche öffnet ihr Kloster Möllenbeck im Weserbergland bei Rinteln für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. In Kürze ziehen die ersten Menschen ein, wie Kirchensprecher Ulf Preuß im ostfriesischen Leer ankündigt. Unterkommen sollen die Geflüchteten in den Räumen des Jugendfreizeitheims, das die örtliche Kirchengemeinde im Kloster aus dem 10. Jahrhundert betreibt.

Dort sollen insgesamt 24 Räume für Familien hergerichtet werden. Der Landkreis Schaumburg miete sie vorerst bis zum Jahresende an, heißt es. „Für uns als Kirche ist es selbstverständlich, den verzweifelten Menschen zu helfen und den Staat bei seinen Aufgaben zu unterstützen“, sagte die reformierte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden.

Veranstaltungen abgesagt

Um den Platz zu schaffen, mussten Gruppen und Kreisen abgesagt werden, die in dieser Zeit bereits Freizeiten im Kloster gebucht hatten. Alle, mit denen sie gesprochen habe, seien sehr traurig gewesen, fast alle hätten aber verständnisvoll reagiert, sagt die Leiterin des Freizeitheims, Tanja Frühmark. Ebenfalls abgesagt werden musste ein fünftägiges Konfirmanden-Camp der Landeskirche, das mit etwa 400 Teilnehmenden im August geplant war. (epd)