Im vergangenen Jahr gab es 159 gemeldete rechtsextreme Vorfälle an Hessens Schulen, ein leichter Anstieg um acht Fälle im Vergleich zum Jahr 2024. Das geht aus Zahlen des Kultusministeriums hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegen. Insgesamt seien 92 Fälle zur Anzeige gebracht worden.
Laut Kultusministerium handelt es sich beispielsweise um Schmierereien rechtsextremistischer Symbole an Schulgebäuden, das Zeigen des Hitlergrußes oder rechtsextremistische Lieder, Strophen oder Parolen, die im Schulkontext gesungen wurden. Den leichten Anstieg von 2024 auf 2025 führt das Kultusministerium auf eine gestiegene Sensibilisierung, aber auch auf eine Zunahme extremistischer Radikalisierung zurück.
Im Jahr 2024 gab es 151 gemeldete Fälle, ein starker Anstrieg im Vergleich zum Jahr 2023 mit 39 gemeldeten Fällen. Seit Ende 2023 gelten in Hessen strengere Regeln, sodass alle rechtsextremen, islamistischen und antisemitischen Vorfälle an das zuständige Schulamt gemeldet werden müssen.
Das Kultusministerium verweist auf Beratungs- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte. Um Extremismus vorzubeugen, gebe es außerdem zahlreiche Angebote zur Werte- und Demokratiebildung für Schüler. Dazu gehören beispielsweise Gedenkstättenbesuche, aber auch außerschulische Workshops zur Demokratieförderung oder zum Umgang mit sozialen Medien.