Premiere für Musiktheater zur Reformation

In dem Stück werden die Biografien von drei Frauen aus Pfarrhäusern beleuchtet – auch die einer ehemaligen RAF-Terroristin.

Reformator Martin Luther schuf für seine Theologie eigens geschaffene Wörter (Symbolbild)
Reformator Martin Luther schuf für seine Theologie eigens geschaffene Wörter (Symbolbild)Thomas Lohnes

Sundhagen. Das Musiktheaterstück "Käthe, Alwine, Gudrun: drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel" zum Reformationsjubiläum hat Premiere am Sonnabend, 9. September, um 18 Uhr in der Pfarrkirche Neuenkirchen bei Greifswald. Bis zum 7. Oktober sind zwölf weitere Aufführungen in elf Kirchen sowie in der Burg Klempenow bei Altentreptow geplant, teilt der Verein "Opernale" in Sundhagen bei Stralsund mit.
Das eineinhalbstündige Auftragswerk trägt den Untertitel "Weibliche Erben der Reformation" und ist der Beitrag des Vereins "Opernale" zum Lutherjahr. Es beleuchtet die Biografien von drei Frauen aus protestantischen Pfarrhäusern aus verschiedenen Epochen: Martin Luthers Ehefrau Katharina von Bora (1499-1552), die niederdeutsche Dichterin Alwine Wuthenow (1820-1908) und die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin (1940-1977). Verkörpert werden sie von Barbara Ehwald (Käthe), Claudia Roick (Alwine) und Katja Klemt (Gudrun). Sie werden musikalisch begleitet von Annette Fischer (Blockflöte, Klarinette, Saxofon) und Benjamin Saupe (Klavier).
Die Idee zum Stück stammt von Henriette Sehmsdorf, der Künstlerischen Leiterin des Vereins "Opernale". Sehmsdorf erarbeitete nach einer Vorlage des Schriftstellers Ulrich Frohriep auch den Text. Die Komposition wurde nach einem Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop) an den Greifswalder Kirchenmusiker Benjamin Saupe vergeben. (epd)
Info
Karten können im Internet unter www.opernale.de, bei allen Meerticket-Vorverkaufsstellen sowie bei den meisten Mitveranstaltern vor Ort zum symbolträchtigen Eintrittspreis von 15,17 Euro erworben werden.