Pfarrer nach positivem Kokain-Test beurlaubt

Nach einem Autounfall landet ein Pfarrer in Italien im Krankenhaus. Dort stellt das Labor fest: Der Mann hat Kokain im Blut. Der Anwalt des Geistlichen spricht von einem Versehen.

Nachdem er positiv auf Kokain getestet wurde, ist ein katholischer Pfarrer in Italien vorerst vom priesterlichen Dienst suspendiert. Das teilte das Bistum Sulmona-Valva auf seiner Internetseite mit. Die vorübergehende Auszeit diene dazu, die Vorwürfe gegen den Pfarrer zu prüfen. Auch sollten der Ruf des Priesters und das Wohl der kleinen Gemeinde Rivisondoli in den Abruzzen geschützt werden, wo der Geistliche tätig war. Die Suspendierung gilt seit Samstag.

Der aus Kolumbien stammende Priester hatte vor einigen Tagen einen Autounfall. Wie die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ berichtete, lenkte er sein Fahrzeug auf dem Heimweg von einem Abendessen gegen die Leitplanken einer Autobahn. Als seine Verletzungen im Krankenhaus von Sulmona versorgt wurden, habe das dortige Labor erhebliche Mengen Kokain im Blut des Pfarrers festgestellt.

„Il Messaggero“ berichtete am Sonntag online, der Pfarrer habe seine Gemeinde verlassen müssen, weil das Bistum ein sechsmonatiges Aufenthaltsverbot ausgesprochen habe. Der Anwalt des Geistlichen sagte der Zeitung, sein Mandant habe die Droge aus Versehen oder Unwissenheit eingenommen. Er habe sich vorübergehend in ein Kloster zurückgezogen.