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Paderborner Erzbischof: Gott wieder im Leben Platz einräumen

Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz hat zu Weihnachten dazu aufgerufen, „Gott im Leben einen Platz“ einzuräumen. Dann werde Menschenfreundlichkeit Kompass des menschlichen Handelns und Friedfertigkeit zum Maßstab, sagte Bentz laut Redetext am Donnerstag im Paderborner Dom. Der Erzbischof rief dazu auf, das eigene Denken, Reden und Handeln von der Menschenfreundlichkeit Gottes durchdringen zu lassen.

Gott werde am Verhandlungstisch der Mächtigen, die Verantwortung über Krieg und Frieden sowie über die Zukunft geschundener Menschen tragen, kein Platz eingeräumt, beklagte der Paderborner Erzbischof. Gott habe auch da keinen Platz, wo öffentliche Verunglimpfung, Spaltung und Mobbing den Ton bestimmten und viele Likes Aufmerksamkeit erzielten, während die Geschädigten aber auf der Strecke blieben.

Gott gerate oft in Vergessenheit, werde oft genug noch nicht einmal vermisst, beklagte der Erzbischof. Es brauche aber Antworten auf die Fragen, vor wem der Mensch sein Handeln verantworte. Oft sperrten sich Menschen gegen den Gedanken an Gott, da sie intuitiv spürten, dass sie mit Gott auch etwas in ihrem Leben ändern müssten, erklärte der katholische Theologe. Gott habe beschlossen, „Teil unserer Geschichte und unserer Welt zu werden, wie sie nun einmal ist – mit all ihrer Last, mit all ihren Dramen, mit all ihren Grenzen“, unterstrich Bentz.