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Organspende: Thüringen startet Aufklärung an Schulen

Thüringen stärkt die Aufklärung zu Organspenden an Schulen. Ein entsprechendes Bildungsangebot für den Unterricht solle Schülerinnen und Schüler sachlich informieren und sie zu einer selbstbestimmten Entscheidung befähigen, teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Mittwoch in Erfurt mit. Das Angebot richte sich an weiterführende Schulen und könne ab dem laufenden Schuljahr genutzt werden.

Die Materialien knüpfen laut Ministerium an bestehende Lehrpläne an, in denen Themen wie Tod, Sterben sowie Organ- und Gewebespenden vor allem in den Fächern Ethik, Religion und Biologie vorgesehen sind. Ergänzend seien zwei miteinander verzahnte Bausteine entwickelt worden. Baustein A umfasse eine kostenfreie Online-Fortbildung für Lehrkräfte und Lehramtsanwärterinnen und -anwärter. Baustein B biete ergänzende Unterrichtsmaterialien und Methoden sowie den Austausch mit externen Referentinnen und Referenten, darunter Transplantationsbeauftragte, transplantierte Menschen oder Angehörige von Organspenderinnen und -spendern.

Bildungsminister Christian Tischner (CDU) betonte, dass Lehrkräfte fachlich und didaktisch unterstützt werden müssen, um das Thema sachlich und ethisch reflektiert zu vermitteln und unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen. Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) erklärte, eine persönliche Entscheidung zur Organ- und Gewebespende setze verlässliche und verständliche Informationen voraus. Das neue Angebot vermittele medizinische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Zusammenhänge.