Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) wirbt für eine Entlastung der Polizei. Dabei stelle sich die Frage, „ob wir die Aufgaben für die Polizei nicht gleichzeitig reduzieren können“, sagte er der in Essen erscheinenden „Neue Ruhr/Rhein Zeitung“ (NRZ, Samstag). Schwertransporte könnten etwa private Unternehmen anstelle von Polizisten begleiten. Auch sei fraglich, ob „zwingend jeder Verkehrsunfall polizeilich aufgenommen werden muss“, betonte Reul.
Der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Patrick Schlüter, begrüßte die Vorschläge grundsätzlich. Er warb in der „NRZ“ für eine vereinfachte Unfallaufnahme. „In NRW machen wir das wie vor 30 Jahren“, sagte Schlüter. „Man könnte die Unfallaufnahme auch über Apps machen, was den Arbeitsaufwand erheblich reduzieren würde.“ Zudem sei „absurd“, wenn die Polizei sogenannte Alleinunfälle aufnehmen müsse, wenn beispielsweise Fahrradfahrer stürzten und sich verletzten.