Die evangelische Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat in ihrer Weihnachtsbotschaft dazu aufgerufen, durch Liebe, Barmherzigkeit, Frieden und Versöhnung die Welt zu erhellen. Zugleich nehme die Landesbischöfin die Anteilnahme vieler Menschen an Trauer und Schmerz um die Opfer des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt auf, wie die Nordkirche mitteilte. Sie teile die Sehnsucht nach den tröstlichen Worten der Weihnachtsbotschaft, „inmitten einer Welt, in der vieles sorgen und ängstigen kann“.
Menschen könnten „einander das Leben zur Hölle machen, und viel zu oft sehen wir ohnmächtig und hilflos auf das, was geschieht“, sagte Kühnbaum-Schmidt. „Und dennoch: Wir alle, jede und jeder von uns tragen viele Möglichkeiten in uns. Und es ist gut und wichtig, dass wir die Möglichkeiten zum Tun des Guten und damit zur Hoffnung nicht vergessen.“ Immer wieder gebe es die Möglichkeit, sich für Liebe und Barmherzigkeit zu entscheiden.
Kühnbaum-Schmidt betonte: „Es macht einen Unterschied, dass Gott nicht sagt: ‚Sieh zu, wie du zurechtkommst, hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner!‘, sondern stattdessen einlädt: ‚Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich bin für euch da.‘“ Es mache einen Unterschied, dass Gott die Menschen und die Welt nicht verloren gibt, „sondern uns das Licht des Lebens schenkt, das hell aus der Krippe bis zu uns scheint und seine Kraft entfaltet“.
Die Landesbischöfin lud dazu ein, Weihnachten als Fest des Glaubens, der Hoffnung und der Verantwortung füreinander zu erleben. Dazu gehöre, die Versuche, zu spalten und zu polarisieren, nicht mitzumachen. Und dass „uns andere nicht egal sind“ wie etwa die Obdachlosen oder die Menschen, die sich in der Ukraine, im Sudan, in Israel und Gaza und anderswo nach Frieden sehnen. Und „die, die sich wünschen, dass wir endlich, endlich achtsam mit allen Geschöpfen auf dieser Erde, auch mit Pflanzen und Tieren, zusammenleben“.