Nach langem Hin und Her ist es nun da: In der vergangenen Wahlperiode war ein neues Gedenkstättenkonzept in der Ampel-Regierung noch gescheitert. Nun hat Schwarz-Rot eines beschlossen. Was sich jetzt ändert.
Die Arbeit der Gedenkstätten zur NS-Terrorherrschaft und zur SED-Diktatur soll angesichts der schwindenden Zahl von Zeitzeugen zukunftsfest gemacht werden. Dazu hat die schwarz-rote Bundesregierung am Mittwoch ein neues Gedenkstättenkonzept beschlossen. Das von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erarbeitete 48 Seiten umfassende Grundlagenpapier sieht unter anderem neue Schwerpunkte der Förderung vor: Erhalt historischer Orte, Digitalisierung sowie Weiterentwicklung von Vermittlung und Forschung.
Damit will die Bundesregierung auf aktuelle Herausforderungen für Gedenkstätten und Erinnerungsorte reagieren. So werden etwa aus Altersgründen bald keine Zeitzeugen aus eigener Anschauung mehr vom Holocaust berichten können. Auch soll dem baulichen Verfall historischer Orte entgegengewirkt und der Bedrohung durch Geschichtsverfälschung und Anfeindungen oder Angriffe auf Gedenkstätten begegnet werden. Die bisherige Fassung des Gedenkstättenkonzepts des Bundes stammte von 2008.