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Netzwerk “Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte” besteht seit 15 Jahren

Mit einer Festveranstaltung in Hannover hat das „Migranetz“ am Dienstagabend sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Das landesweite Netzwerk für Lehrkräften mit Migrationsgeschichte leiste einen aktiven Beitrag für Teilhabe in den niedersächsischen Schulen, teilte das Landeskultusministerium am Mittwoch in Hannover mit. Es biete eine Plattform, um Diversität auch unter den Lehrenden sichtbar zu machen.

„Migranetz ist nicht nur ein Netzwerk der Vielfalt und des Engagements, es ist auch ein Netzwerk, das Brücken baut – zwischen Generationen, Herkunft und Zukunft“, sagte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) bei dem Festakt. Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte seien wichtige Vorbilder, „Identifikationsfiguren für unsere Kinder und Jugendlichen und Impulsgeber für die Schulentwicklung“, betonte Hamburg. Das Migranetz habe sich als ein Ort des Austauschs und der Innovation entwickelt.

Der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, ergänzte: „Seit 15 Jahren unterstützt das Netzwerk Lehrkräfte und Schulen dabei, kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit als Stärke zu leben – und jungen Menschen das Gefühl zu geben, dazuzugehören.“ Dieser unverzichtbare Beitrag zur Bildungslandschaft in Niedersachsen verdiene höchste Anerkennung.

Neben der Arbeit in den Schulen organisiert das Migranetz nach Ministeriumsangaben regelmäßig Veranstaltungen, Tagungen und Fortbildungen. Zudem entwickelt es eigene Projekte zur Förderung von Vielfalt und Demokratiebildung. Dies geschieht in Städten und Gemeinden sowie landesweit. Unter anderem berät das Migranetz auf der regelmäßig angebotenen Berufsbildungsmesse „vocatium“ an sechs Standorten Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte zum Lehrerberuf.