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NDR: Sieben Nominierungen für den Grimme-Preis

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist mit sieben (Ko-)Produktionen für den Grimme-Preis 2026 nominiert. Dazu zählt der Thriller „Die Nichte des Polizisten“ in der Kategorie „Fiktion“, wie der NDR am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Der Film handelt von einer jungen Polizistin am Beginn ihrer Karriere, die ihr Wissen um kriminelle Verstrickungen innerhalb der Polizei mit dem Leben bezahlen muss. Er ist angelehnt an den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, die am 25. April 2007 vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Heilbronn ermordet wurde.

Ebenfalls nominiert wurde die vom NDR verantwortete ARD-Story „Der Herr der Fässer – Atom-Debakel Asse“ in der Kategorie „Information und Kultur“, wie der NDR mitteilte. In dem Beitrag geht es um das Atommülllager Asse in Niedersachsen, das voll Wasser läuft. Der Beitrag erzählt aus Sicht eines verantwortlichen Ingenieurs vom Kampf gegen die Zeit. Dabei zeigt er laut NDR das ganze Dilemma der deutschen Atommülldebatte auf.

Weitere nominierte Beiträge sind das internationale Rechercheprojekt „Damascus Dossier“, an dem der NDR maßgeblich beteiligt war, in der Kategorie „Besondere journalistische Leistung“, die Kino-Koproduktion „Grüße vom Mars“ und die Dokusoap-Serie „Azubi Storys“ (beide in der Kategorie „Kinder und Jugend“). In der Kategorie „Unterhaltung“ tritt das 2025 neu gestartete Format „extra 3 Takeover“ des gleichnamigen Satire-Magazins an. Als Koproduzent ist der NDR außerdem an dem nominierten Film „Riefenstahl“ beteiligt.

Für den diesjährigen Grimme-Preis sind insgesamt 71 Produktionen und Einzelleistungen nominiert. Die Preisträger werden im März bekanntgegeben. Der 1964 erstmals verliehene, undotierte Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis.