Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer reicht von Cuxhaven bis nach Borkum und umfasst unter anderem die ostfriesischen Inseln. Er wurde am 1. Januar 1986 gegründet, um den Lebensraum für Tiere und Pflanzen vor den Deichen an der Küste zu schützen. Mit rund 3.450 Quadratkilometern ist er der zweitgrößte Nationalpark in Deutschland und der älteste in Niedersachsen. Seit dem 26. Juni 2009 gehört er zum Weltnaturerbe der Unesco. Die Nationalpark-Verwaltung befindet sich in Wilhelmshaven.
Der Nationalpark bildet die Kernzone des Unesco-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer, einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Als Schutzfläche ist er mit den Wattenmeer-Nationalparks in Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden verbunden. Als Teil dieses länderübergreifenden Weltnaturerbes zieht er jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Die Wattflächen sind von Ebbe und Flut geprägt. Sie und die zahlreichen Sandbänke, Strände, Dünen und Salzwiesen sind die Heimat für rund 10.000 Pflanzen- und Tierarten mit Millionen von Lebewesen. Zudem ist die Fläche eines der wichtigsten Rastgebiete für Zugvögel weltweit. Jährlich machen hier rund zehn Millionen Zugvögel Station.