Die Kirchengemeinden in Mitteldeutschland begehen den Jahreswechsel mit Andachten, Gottesdiensten und Konzerten. So präsentierten etwa die Dresdner Bachsolisten am Abend des letzten Tags im Jahr ein Silvesterkonzert in der Wittenberger Schlosskirche mit Werken von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und seinen Zeitgenossen, teilte das Landeskirchenamt in Erfurt am Montag mit. Das Ensemble habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Werke der Hochblüte der europäischen Musikkultur des 17. und 18. Jahrhunderts zu pflegen.
Die Gemeinde der Pauluskirche in Magdeburg lädt den Angaben zufolge am Mittwoch unter dem Motto „Lauschen, mitsingen, die Seele ruhen lassen“ zu einem Taizé-Gebet ein. Ein Segensgebet zum Jahreswechsel gibt es um 23.30 Uhr in der Klosterkirche St. Vitus in Drübeck im Kirchenkreis Halberstadt.
Die Kirchgemeinde Scheibe-Alsbach lädt zur Begrüßung des neuen Jahres zu Orgelkonzert, Feuerwerk, einem Glas Sekt und Feuerzangenbowle ein. In Eisenach gibt es in der Kapelle der Wartburg einen Gottesdienst zum Neujahrstag. Ebenfalls am 1. Januar erklingen in einem Gottesdienst in der dortigen Georgenkirche zwei Chöre aus der vierten Kantate des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach.
Silvester ist seit der gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 der jeweils letzte Tag des Jahres. Der Name Silvester geht dabei auf den vor 284 geborenen Heiligen gleichen Namens zurück, der 314 in Rom zum Papst gewählt wurde und dort am 31. Dezember 335 starb. Während seiner Amtszeit erhob Kaiser Konstantin der Große (306-337) das Christentum zur Staatsreligion.