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Ministerin Scharf: Von Teilzeit profitiert der Arbeitsmarkt

Die Debatte um die „Lifestyle-Teilzeit“ gehört nach Ansicht von Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf (CSU) in einen Zusammenhang mit den Arbeitsmarktzahlen, die an diesem Freitag veröffentlicht werden. „Teilzeit ist ein Instrument, von dem der Arbeitsmarkt profitiert und das auch Arbeitslosigkeit entgegenwirkt“, sagte Scharf am Donnerstag vorab in München. Flexible Teilzeitmöglichkeiten seien „maßgeblich“ für die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen: „Jede und jeder soll einer Beschäftigung nachgehen können, wie es zu ihrer oder seiner individuellen Lebensgestaltung und Verpflichtungen passt.“

Wer Kinder großziehe oder Angehörige pflege, könne dank Teilzeit weiter einem Beruf nachgehen, sagte Scharf. Wer Teilzeit über Gebühr beschränke, verdränge wichtige Kräfte vom Arbeitsmarkt. „Eine kluge Sozialpolitik, die Kita- und Ganztagsplätze schafft, ist zugleich zukunftsorientierte Arbeitsmarktpolitik“, so die Ministerin. „Sie sorgt dafür, dass die, die mehr arbeiten wollen, auch mehr arbeiten können.“ Anreize seien besser als Verbote. Würde man flexiblere Arbeitszeitmodelle ermöglichen, etwa durch die Einführung der Wochenarbeitszeit, würde das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, ohne Schutzstandards zu senken. (0296/29.01.2026)