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Minister: Bezahlen mit Bargeld muss auch künftig überall möglich sein

Bezahlen mit Bargeld muss nach Meinung von Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) auch künftig überall möglich sein. „Bargeld ist Freiheit“, sagte Glauber laut Mitteilung am Donnerstag in München. Die Verbraucher müssten auch künftig die Möglichkeit haben, das Zahlungsmittel frei zu wählen. Die Digitalisierung dürfe nicht zulasten der Menschen gehen. Bargeld sei für viele immer noch das einfachste Zahlungsmittel, gerade für ältere Menschen und Kinder: „Digitalisierung sollte ergänzend dort eingesetzt werden, wo sie einen echten Mehrwert bedeutet.“

Ein komplett bargeldloser Zahlungsverkehr führt laut Glauber zudem zum „gläsernen Bürger“. Elektronisch getätigte Zahlungen hinterließen jedes Mal Datenspuren. Im Extremfall könne das individuelle Einkaufsverhalten komplett digital nachvollzogen werden. Auch angesichts möglicher Cyberangriffe sei es „fahrlässig“, nur auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen.

Das Verbraucherschutzministerium setze sich für eine flächendeckende Bargeldversorgung ein, hieß es. Dazu zähle auch der Erhalt von Bankfilialen mit Personal in der Fläche. (0294/29.01.2026)