Das Winter bleibt kalt: Die Stadt Lübeck und die Diakonie Nord Nord Ost bieten deshalb zusätzliche Plätze in Notunterkünften für obdachlose Menschen an. Unter anderem seien die 80 Betten für Männer im Bodelschwingh-Haus um 40 Plätze aufgestockt worden, teilte die Hansestadt mit. Wichtig sei, dass obdachlose Menschen auf die Notunterkünfte hingewiesen würden. Durch die Zusatzangebote gebe es noch freie Betten. Bei diesem Wetter draußen zu übernachten, könne lebensgefährlich sein.
Während die 80 regulären Plätze im Bodelschwingh-Haus immer voll belegt sind, werden laut Diakonie von den zusätzlichen Plätzen bisher erst zehn bis zwölf genutzt. „Wir haben also ausreichend Kapazitäten frei und können wirklich jeden Hilfesuchenden aufnehmen“, sagte Friedemann Ulrich, Leiter der Sozialen Hilfen bei der Diakonie Nord Nord Ost. Auch in der Frauen-Notunterkunft im Sophie-Kunert-Haus und der Notunterkunft für Junge Erwachsene, der Koje, gebe es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten. Hier seien die zusätzlichen Plätze bisher nicht genutzt worden, so die Diakonie.
Zudem könnten die Bürgerinnen und Bürger etwas tun: „Am besten ist es, obdachlose Menschen auf der Straße direkt zu fragen, ob sie etwas benötigen – natürlich mit dem gebührenden Respekt“, sagte die Lübecker Sozialsenatorin Pia Steinrücke (SPD). Vielleicht könnten ein warmer Tee oder Handschuhe helfen. Dabei sollte auch akzeptiert werden, wenn keine Hilfe oder kein Gespräch gewünscht wede
Wenn ein obdachloser Mensch deutliche Anzeichen von Unterkühlung zeigt oder auf Ansprache nicht reagiert, sollte die Polizei gerufen werden. Steinrücke: „So können wir gemeinsam bewirken, dass alle sicher durch die Winterzeit kommen.“