Angst und Unsicherheit nach einer Explosion im Nordosten Nigerias: Dort hat ein Angriff auf eine Moschee möglicherweise mehrere Todesopfer gefordert. Das ist auch ein Schock für Christen in der Stadt.
Vor einer Moschee in der Stadt Maiduguri im Nordosten Nigerias ist am Mittwochabend ersten Informationen zufolge ein Sprengsatz explodiert. Nach Angaben lokaler Medien sind dabei offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen. Offiziell bestätigt wurde das zunächst nicht. Den Sprengsatz hatten Unbekannte während des Maghrib-Gebets kurz nach Sonnenuntergang gezündet.
Nach Informationen des Senders Channels TV soll der Anschlag auch bei christlichen Gemeinschaften in der Stadt Angst ausgelöst haben. In den vergangenen Jahren war es in Nigeria, wo sich etwa die Hälfte der rund 235 Millionen Einwohner zum Islam bekennt, die andere Hälfte dem Christentum angehört, an Weihnachten immer wieder zu schweren Anschlägen auf Kirchen gekommen. Gefeiert wird Weihnachten ab dem 25. Dezember.
Verantwortung für die Explosion hat bisher keine Gruppe übernommen. Im Nordosten Nigerias hat die islamistische Gruppe Boko Haram in den vergangenen 16 Jahren immer wieder Schulen, Kirchen, Moscheen, Märkte und Busbahnhöfe angegriffen. Ebenfalls für Anschläge verantwortlich ist der Islamische Staat in der Westafrikanischen Provinz (ISWAP).