Lübecker Veranstaltungsreihe erinnert an NS-Opfer

Von Vorträgen bis zu Ausstellungen – die Hansestadt will mit der Reihe bis Ende November für Menschenrechte und Demokratie werben.

Zaun aus Stacheldraht vor blauem Himmel
Zaun aus Stacheldraht vor blauem Himmel

Lübeck. Mit der Veranstaltungsreihe „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft 2022“ erinnert Lübeck bis Dezember an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Zentrale Themen der Reihe sind Verständigung, Demokratiestärkung und Menschenrechte, wie die Hansestadt mitteilt. Das Programmheft ist im Rathaus, Kulturbüro, Lichthof, in Museen, in der Stadtbibliothek, Volkshochschule und in allen teilnehmenden Kirchen und Einrichtungen erhältlich.

So zeigt die Gedenkstätte Lutherkirche ab Montag, 31. Oktober, bis zum 20. November eine Ausstellung über den Umgang der Lübecker Kirchen mit ihrer Erinnerung an die als Soldaten gefallenen Gemeindemitglieder. Am 4. November um 18 Uhr referiert der Historiker Helge-Fabien Hertz in der Lutherkirche über die Rolle der Pastorenschaft in der NS-Zeit. In der Herz Jesu Kirche skizziert am 8. November um 19.30 Uhr der Historiker Olaf Blaschke die vielfältigen Facetten der Beziehungen zwischen Kirche und dem NS-Regime.

Diese Einrichtungen machen mit

Unter den Veranstaltenden sind neben den Gedenkstätten in der Stadt, die Jüdische Gemeinde, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, zahlreiche Vereine und Initiativen, das Haus der Kulturen, die Kirchen, die städtischen Museen, Schulen und Hochschulen, das Theater Lübeck, das Willy-Brandt-Haus sowie die Hansestadt Lübeck. (epd)