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Lucha fordert mehr Arzneimittelproduktion in Europa

Zum Start der EU-Verhandlungen über den Critical Medicines Act hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) eine Stärkung der heimischen Produktion kritischer Arzneimittel gefordert. „Die jüngsten Lieferengpässe und geopolitischen Verwerfungen machen klar: Europa muss bei lebenswichtigen Medikamenten widerstandsfähiger werden“, sagte Lucha laut Mitteilung am Dienstag in Stuttgart. Dafür seien mehr Produktionskapazitäten in Deutschland und der EU notwendig.

Der Minister mahnte, Versorgungssicherheit müsse künftig höher gewichtet werden als nur der niedrigste Preis: „Krankenkassen brauchen mehr Spielraum, um Resilienz in Lieferketten zu honorieren – eine Lehre aus den Engpässen der letzten Jahre.“ Lucha habe sich auch bundesweit dafür eingesetzt und spreche regelmäßig mit pharmazeutischen Herstellern über Investitionen in Baden-Württemberg. (0148/20.01.2026)