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Lob für geplante Massenlegalisierung von Migranten in Spanien

Spaniens Links-Regierung leitet ein außerordentliches Verfahren ein, mit dem eine halbe Million illegal im Land lebender Einwanderer ein Aufenthaltsrecht beantragen können. Die Kirchenleitung findet das gut.

In Spanien begrüßt die katholische Kirche die angekündigte Regierungsinitiative für eine außerordentliche Massenlegalisierung von Migranten. Dies sei eine gute Nachricht; der Beitrag vieler Einwanderer zum Gemeinwohl werde erleichtert, da sie ohnehin “bereits arbeiten, Schulen besuchen, am Gesundheitswesen und an sozialen Diensten teilnehmen”, sagte der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Argüello, am Dienstag der Zeitung “El País”.

Die Links-Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat angekündigt, noch am heutigen Dienstag ein außerordentliches Regularisierungsverfahren einzuleiten. Rund eine halbe Million illegal im Land lebende Einwanderer und Asylsuchende sollen damit ein Aufenthaltsrecht beantragen können.

Von dem Verfahren können alle Einwanderer profitieren, die nachweisen können, sich bereits vor dem 31. Dezember 2025 in Spanien aufgehalten zu haben. Sie dürfen nicht vorbestraft sein und müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Monate im Land gelebt haben. Dieser letzte Nachweis kann beispielsweise durch Dokumente wie Arztbescheinigungen, Mietverträge, Überweisungsbelege oder sogar gekaufte Fahrkarten erbracht werden.

Die Legalisierungsanträge können bis 30. Juni gestellt werden. Die Initiative wird per königlichem Dekret umgesetzt. Dieses Rechtsinstrument bedarf keiner Ratifizierung durch das Parlament. Mit dieser Initiative gebe man den Migranten ihre Würde zurück, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.