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Leo erstmals unter Top Ten der Jungennamen – im Jahr der Papstwahl

Ein Papstname liegt im Trend: Der Name Leo hat es in diesem Jahr erstmals in die Top Ten der beliebtesten Jungennamen geschafft. Das könnte mit dem neuen Pontifex zu tun haben.

Der Name Leo erlebt in Deutschland einen deutlichen Aufschwung – und das ausgerechnet im Jahr der Wahl eines neuen Papstes mit diesem Namen. Erstmals schaffte es Leo 2025 unter die zehn beliebtesten Jungennamen bundesweit, wie der Hobbynamensforscher Knud Bielefeld am Dienstag im schleswig-holsteinischen Ahrensburg mitteilte. Er ermittelt seit 2005 regelmäßig die häufigsten Vornamen von Neugeborenen bundesweit. Für dieses Jahr wertete er nach eigenen Angaben mehr als 260.000 Geburtsmeldungen aus 375 Städten aus – das entspreche rund 40 Prozent aller Geburten in Deutschland.

Die beliebtesten ersten Vornamen waren demnach Sophia und Noah. Leo schaffte es in der Liste der Jungennamen auf Platz 5; 2024 stand er auf Platz 15. Der Name sei deutlich häufiger vergeben worden in den Vorjahren, so Bielefeld.

Ob der neue Papst tatsächlich der Auslöser für den Namensschub ist, ist laut dem Forscher offen. Der Name sei schon zuvor im Aufwärtstrend gewesen, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). “Ob der Papst nun zusätzliche Eltern inspiriert hat – oder eher abgeschreckt -, werden wir wohl nie sicher wissen.“

Prominente Namensvorbilder könnten Namen ebenso bremsen wie befördern, erklärte Bielefeld. Manche Eltern wollten vermeiden, dass ihr Kind ständig auf eine bekannte Persönlichkeit angesprochen werde. So sei es etwa mit dem einst sehr beliebten Vornamen “Greta” gewesen: Er sei, nachdem Umweltaktivistin Greta Thunberg eine hohe Bekanntheit erlangt hatte, von der Top 30 in die Top 200 gefallen, so Bielefeld.

Die Bedeutung des Namens Leo stammt aus dem Lateinischen und heißt: “Löwe”. Am 8. Mai 2025 wurde der US-Amerikaner Robert Francis zum Papst gewählt – und gab sich den Namen Leo XIV.