Landesfrauenpastorin ruft zur Solidarität mit iranischen Frauen auf

Im Iran werde die Religion missbraucht, kritisiert Susanne Paul. Um auf die Situation aufmerksam zu machen, lädt sie zu einer Veranstaltung im Haus kirchlicher Dienste ein.

Eine Teilnehmerin waehrend einer Demonstration von Iranern und Iranerinnen vor dem Koelner Dom (Foto vom 09.10.2022). Hintergrund und Ausloeser ist der Tod der 22-jaehrigen Mahsa Amini. Sie war von der sogenannten Sittenpolizei wegen eines angeblichen Verstosses gegen die Kleiderordnung des iranischen Regimes festgenommen worden. Die junge Frau wurde mutmasslich von der Polizei verpruegelt und starb an ihren Verletzungen. Ihr Tod loeste landesweite Proteste im Iran aus, gegen die das Regime mit Gewalt vorgeht.
Eine Teilnehmerin waehrend einer Demonstration von Iranern und Iranerinnen vor dem Koelner Dom (Foto vom 09.10.2022). Hintergrund und Ausloeser ist der Tod der 22-jaehrigen Mahsa Amini. Sie war von der sogenannten Sittenpolizei wegen eines angeblichen Verstosses gegen die Kleiderordnung des iranischen Regimes festgenommen worden. Die junge Frau wurde mutmasslich von der Polizei verpruegelt und starb an ihren Verletzungen. Ihr Tod loeste landesweite Proteste im Iran aus, gegen die das Regime mit Gewalt vorgeht.epd-bild / Guido Schiefer

Hannover. Die evangelische Landesfrauenpastorin Susanne Paul aus Hannover ruft zur Solidarität mit den Protesten der Frauen im Iran auf. Mit dem Zwang zum Tragen eines Kopftuchs werde dort die Religion missbraucht, um Frauen in ihren Rechten zu beschneiden, sagt Paul. Mit einer Veranstaltung am Dienstag, 18. Oktober, um 17 Uhr im Haus kirchlicher Dienste in Hannover will Paul auf die aktuelle Situation im Iran aufmerksam machen.

Als Referentin wird dabei Jasmin Arbabian-Vogel erwartet, die Vorsitzende des Verbandes deutscher Unternehmerinnen. Sie ist im Iran aufgewachsen und wird von ihren Erfahrungen berichten. Heute lebt sie in Hannover. Zudem wird der Film „Yalda, a Night for Forgiveness“ gezeigt, der die Abhängigkeit iranischer Frauen und die Willkür staatlicher Behörden schildert.

Von der Sittenpolizei verhaftet

Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im September demonstrieren zahlreiche Frauen und inzwischen auch Männer im Iran gegen den staatlich verordneten Kopftuchzwang für Frauen. Amini, die aus der Provinz Kurdistan stammt, war von der Sittenpolizei in der Hauptstadt Teheran festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch in der Öffentlichkeit nicht korrekt getragen habe. (epd)