Die Menschen in Baden-Württemberg waren im vergangenen Jahr seltener krankgeschrieben. Der Krankenstand im Südwesten sank von 5,19 Prozent im Jahr 2024 auf 5,02 Prozent, wie aus einer am Dienstag verbreiteten Auswertung der Krankenkasse Barmer hervorgeht. Damit hat Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich erneut die wenigsten Fehltage.
Als Hauptgrund für den Rückgang nennt die Krankenkasse das Ende von Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie. „Nachdem das Kontaktverbot aufgehoben worden war, trafen die Krankheitserreger zunächst auf ein untrainiertes Immunsystem“, erklärte Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer. Dieser Effekt scheine nun nachzulassen. So sei die Zahl der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen um acht Prozent zurückgegangen.
Die Entwicklung sei eine Normalisierung nach einem Allzeithoch im Jahr 2022, so Plötze weiter. Auch bundesweit sank der Krankenstand leicht von 6,17 auf 6,03 Prozent. Den höchsten Wert verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit 7,29 Prozent. Die Analyse beruht auf den Daten von Erwerbstätigen, die bei der Barmer versichert sind. Die Ergebnisse wurden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. (0207/27.01.2026)