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Krankenkassen: Pflegeheimplatz im Südwesten immer teurer

Wie können wir uns Pflege überhaupt noch leisten? Ein Verband schlägt Alarm. Und ruft das Land zum Handeln auf. Die von den Pflegebedürftigen zu tragenden monatlichen Kosten müssten runter.

Die Eigenbeteiligung für einen Platz im Alten- oder Pflegeheim in Baden-Württemberg ist nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) weiter angestiegen. Anfang 2025 lag die Zuzahlung im ersten Jahr eines Pflegeheimaufenthalts demnach bei durchschnittlich 3.237 Euro; nun seien es laut eigenen Berechnungen 3.532 Euro, teilte der Verband am Montag in Stuttgart mit.

Bei längerer Zeit im Pflegeheim steigen die Zuschüsse der Pflegekassen, sodass der Eigenanteil auf monatlich 2.160 Euro sinkt. Nach Angaben des Verbands liegt Baden-Württemberg beim Eigenanteil für Pflegeheimplätze etwa 300 Euro über dem Bundesdurchschnitt.

Der baden-württembergische vdek-Sprecher Michael Mruck forderte deutliche Entlastungen. So müsse das Land alle Investitionskosten der Pflegeheime übernehmen. Das könnte eine monatliche Reduktion des Eigenanteils um 461 Euro bedeuten. Auch dürften die Pflegebedürftigen nicht weiter an den Ausbildungskosten der Pflegekräfte beteiligt sein: Das entspreche aktuell monatlichen Kosten von je rund 139 Euro. Zum vdek gehören unter anderen die Techniker Krankenkasse, Barmer und DAK-Gesundheit.