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Korruption in Deutschland

Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht zur Abbildung der strafrechtlich relevanten Vorteilnahme das „Bundeslagebild Korruption“, zuletzt für das Berichtsjahr 2024. Dort konnte ein Rückgang um knapp 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr 2.926 Straftaten verzeichnet werden.

Bei den meisten Fällen (1.289) habe es sich um Bestechungen gehandelt. Von den 611 „tatbereit Nehmenden“ seien 67 Prozent Amtsträgerinnen und Amtsträger gewesen. Der Schaden ging im Vergleich zum Jahr 2023 um knapp 37 Prozent auf 36 Millionen Euro zurück.

Im Jahr 2021 wurden noch 7.433 Korruptionsfälle verzeichnet, bei einem Gesamtschaden in Höhe von 61 Millionen Euro. Die meisten Gebenden im Jahr 2024 waren im Dienstleistungsgewerbe oder Bau tätig, Tatverdächtige aus diesen Sektoren machten mehr als die Hälfte der Fälle aus.

Ein bekannter Korruptionsfall in Deutschland war etwa der Skandal um die Firma Siemens, der im Jahr 2006 aufgedeckt wurde. Dabei verteilten Mitarbeitende des Konzerns weltweit Schmiergelder in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, um Aufträge zu gewinnen. In der „Aserbaidschan-Affäre“ verurteilte das Oberlandesgericht München im Januar 2026 den ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Fischer wegen Bestechlichkeit von Mandatsträgern zu einer Bewährungsstrafe.