Konzert erinnert an Kniefall von Willy Brandt

Vor 50 Jahren fiel Bundeskanzler Brandt am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Gettos auf die Knie. Daran will ein Konzert in Lübeck musikalisch erinnern.

Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt am Mahnmal für die Helden des Warschauer Ghettos am 07. Dezember 1970.  Als Willy Brandt am 7. Dezember 1970 als erster deutscher Kanzler nach Hitler Warschau besuchte, stand er vor einer schweren Aufgabe. Sein Ziel war, der Einheit Deutschlands näher zu kommen, der Weg dazu die „Ostpolitik“:  nach einem Besuch in Erfurt und in Moskau wollte Brandt in Warschau die umstrittene Oder-Neisse-Linie als Grenze zwischen Deutschland und Polen faktisch anzuerkennen.   (Siehe epd-Bericht vom 05.12.2010)
Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt am Mahnmal für die Helden des Warschauer Ghettos am 07. Dezember 1970. Als Willy Brandt am 7. Dezember 1970 als erster deutscher Kanzler nach Hitler Warschau besuchte, stand er vor einer schweren Aufgabe. Sein Ziel war, der Einheit Deutschlands näher zu kommen, der Weg dazu die „Ostpolitik“: nach einem Besuch in Erfurt und in Moskau wollte Brandt in Warschau die umstrittene Oder-Neisse-Linie als Grenze zwischen Deutschland und Polen faktisch anzuerkennen. (Siehe epd-Bericht vom 05.12.2010)© epd-bild / Keystone

Lübeck. Im Lübecker Dom soll am Montag, 7. Dezember, um 19 Uhr mit einem Konzert an den 50. Jahrestag des Kniefalls von Willy Brandt (SPD) in Warschau erinnert werden. Dom- und Marienorganist Johannes Unger gestaltet den Abend mit Musik von Johann Sebastian Bach und Krzysztof Penderecki, teilen die Innenstadtkirchen mit. Es musizieren das Solistenensemble „The twelve“ und die Instrumentalisten der Capella St. Marien sowie Musiker und Musikerinnen aus Lübeck, Bremen, Berlin, Hamburg und Leipzig. Der Eintritt ist frei.

Der Kniefall des damaligen Bundeskanzlers am 7. Dezember 1970 am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Gettos war eine Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs. (epd)