Kniffelig

Die rheinische Synode hat eine „theologische Positionsbestimmung“ verabschiedet (Seite 6) – und Aufregung ist vorprogrammiert. Denn der Beschluss, mit dem die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) sich für den interreligiösen Dialog mit Muslimen aufstellt, hat eine echte Stolperkante: In dem Papier betont die EKiR, dass die Bekehrung zum christlichen Glauben gerade eben nicht Ziel des Gesprächs sei.
Man spürt dahinter natürlich eine berechtigte Sorge: Verständigung mit Muslimen ist dringend angesagt, und eine Bekehrungsabsicht könnte die Gespräche stark belasten.

Aber die Sache ist theologisch kniffelig. Im Kern geht es dabei um zwei Fragen: Ist Jesus Christus der einzige Weg zum Heil („niemand kommt zum Vater denn durch mich“)? Und wenn ja: Wie muss, soll und kann die Kirche dann Menschen dazu einladen, diesen Weg zum Heil zu gehen?

Was also ist „Mission“? Hier herrscht Klärungsbedarf. Jetzt sogar eher mehr als zuvor.